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Eine Roadtrip mit der Harley durch Nord- und Mittelamerika



Mexiko in seiner vollen Pracht

1. Dezember 2013 - Beitrag 1 von 4


Wie bereits im letzten Beitrag verraten, sollte mein nächster Stopp die Millionenstadt Guadalajara sein. Knapp über 100km vor dem Ziel zog ein heftiger Nachmittagssturm auf, der dazu führte, dass Rodrigo und ich getrennte Wege gingen. Mir war wirklich nicht danach, dem Gewitter entgegenzufahren. Ich würde mich einfach am nächsten Tag wieder bei ihm melden, aber die Nacht vom Donnerstag (7.11.) verbrachte ich in Ixtlan del Rio. Und das war auch gut so: ich machte im Hotel die Bekanntschaft von Gustavo, der mir später ein paar echt schöne Tage in Guadalajara und Umgebung bescheren sollte. Tja, Schicksal! Bei einem Tequila tauschten wir Nummern aus und schmiedeten erste Pläne.


Am Freitag ging es über die Stadt Tequila weiter nach Guadalajara. Da ich sehr zentral unterkam, gönnte ich mir gleich am Abend einen Rundgang durch das Zentrum. Und ich musste feststellen, dass ich meine Freude hatte. Gut was los auf den Straßen und den Plazas, tolle Gebäude, Mariachis wohin das Auge reicht. Ich muss also keine Angst mehr vor Großstädten haben? Naja, es ist ein Unterschied ob man zu Fuß oder mit dem Bike unterwegs ist…


Am Samstag holte mich Gustavo am Vormittag mit seiner orangefarbenen Road King (Harley) ab, lud mich dann gleich mal zu einem regionalen Frühstück ein und wir verbrachten im Anschluss den ersten Teil des Tages im Nachbarort Chapala, bekannt für Wochenendausflüge wegen seinem See. Den Nachmittag liessen wir, zurück in Guadalajara, in einer Cantina ausklingen. Bei ein paar Drinks warteten wir auf den Auftritt der legendären Mariachis, regelmäßiges Highlight bei solch einem Cantina-Besuch.


Fotos aus Chapala und vom Besuch der Cantina:

















Fotos von Guadalajara:











Den Sonntag verbrachte ich ebenfalls in Guadalajara. Ich hatte das Glück, Gustavos Familie kennenlernen zu dürfen. Sowie den Freundeskreis, da wir uns gemeinsam ein Motorradrennen anschauten und später in der großen Runde zu Abend aßen. War ein Riesengaudi!


Aber die Uhr tickte weiter und ich musste los. Das war genug Guadalajara! Nachdem ich nun endgültig beschlossen hatte, die Hauptstadt Mexikos nicht anzufahren, steuerte ich am Montag mein nächstes Ziel an: den Staat Chiapas, mit all seinen Wasserfällen, Canyons und Urwäldern. Die bis dahin noch fälligen 2.000km lassen natürlich viel Platz für Spielraum. Und ich ahnte nicht, dass ich mich davor noch von Städten wie Guanajuato, Oaxaca und vor allem Taxco bezaubern lassen würde.


In Guanajuato machte ich aus einer Übernachtung gleich mal zwei. Eine der Eigenarten der Stadt ist, dass ein bedeutender Teil des Autoverkehrs unterirdisch geführt wird. Da die Regenzeit im Sommer in der Regel langanhaltend ist, könnt ihr euch denken, wie groß das Verkehrschaos werden kann. Hart, aber wahr! Außerdem bietet die Stadt schöne verwinkelte kleine Straßen und imposante spanische Architektur. Dieser Extratag musste also sein!













Auf eine andere Art nett war die Stadt Taxco. War etwas gewagt, die 500km am Mittwoch (13.11.) zu bewältigen. Aber rechtzeitig vor der Dämmerung erreichte ich den mirador, von welchem man schön erkennen kann, wie Taxco am Hang der Sierra Madre del Sur klebt. Auch hier hatte ich meinen Spaß, mit meiner Spiegelreflexkamera durch die engen Gassen und hübschen Plazas zu schlendern.













Um nach Oaxaca zu kommen musste ich wieder über meinen Schatten springen. Und rennen! Über 500km waren zu bewältigen, da nicht wirklich ein sinnvoller Stopp auf der Strecke lag. Außerdem wollte ich nach wie vor dringend Chiapas erreichen. Und vorher noch den Pazifik, ja ja.


Oaxaca war wieder himmlisch. So habe ich mir Mexiko vorgestellt! Zwar wieder übelste Straßenzustände, aber das Bike bleibt im Hotel. Wieder ging ein Abend für die Schnappschussjagd drauf.







Dass ich den Vormittag vom Freitag (15.11.) noch genüsslich mit einem Frühstück außer Haus und anschließendem Spaziergang durchs Zentrum verbrachte, wurde mir beinahe zum Verhängnis. Voller Zuversicht trat ich die Reise nach Puerto Escondido, südlich an der Pazifikküste gelegen und scheinbar ein Insidertipp, was Standurlaub angeht, an. Ich hatte zwar von der Mex-175 gehört, aber dass sie so schlimm werden würde… Hätte ich mir aber auch fast selber denken können: über 8 Stunden für 310km laut Routenberechnung! Unzählige Bergdörfer. Und noch mehr topes (diese verflixten Temporeduzierer). Dennoch wunderbar kurvige Straßen und unbeschreiblich schöne (erste) Dschungellandschaften. Aber dann Platzregen gegen 15 Uhr auf 2.000 m.ü.NN. Und zwar ein Dauer-Platzregen! Toll!





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